CHRONIK

 

Die Berliner StaatsPOPerette war ein freies, unsubventioniertes Musiktheater, das seit 2002 die Berliner Kulturszene bereicherte. Sie entwickelte und produzierte Musiktheaterstücke, die sie an geeigneten Spielorten (im GRIPS Theater Berlin, BKA-Luftschloß Berlin, ATZE Musiktheater Berlin, Theater der Jungen Welt Leipzig, Stadttheater Aschaffenburg) aufführte.

Gründungsinitiatoren und Autoren der Berliner StaatsPOPerette waren die Schauspielerin Eva Blum und der Musiker/Regisseur Matthias Witting. Sie lernten sich 1989 beim Vorsprechen im Berliner GRIPS Theater kennen, wo Eva Blum für 6 Jahre die Hauptrolle des Mädchens in der legendären Linie 1 (externer Link) übernahm und Matthias Witting als Musikalischer Leiter arbeitete. Seitdem hat beide die Leidenschaft für das Musiktheater nicht mehr losgelassen. Sie schrieben Stücke für diverse Theater und träumten bald von einem Netzwerk gleich gesinnter Künstler, mit denen sie gemeinsam neue Ideen für Produktionen verwirklichen könnten, die im Umfeld der gängigen Musiktheaterformen wie Musical, Rockshow, Operette, Revue oder Tanzperformance eine eigene, unverwechselbare Handschrift tragen.

Die Stücke der Berliner StaatsPOPerette waren eine wilde Mischung aus Schauspiel, Musik und Bewegung. Sie spielten gleichermaßen mit Leuchttürmen wie Absurditäten der Popmusik, erfanden um sie herum Figuren und Geschichten, die den aus ihnen sprechenden Zeitgeist lustvoll und ironisch befragten. So entstanden Produktionen „voller Frische, Witz und Originalität“ - wie ein Kritiker über die Debütproduktion 'n Blick in der Stadt schrieb, die nicht für eine kleine Bildungselite von Theaterfreaks, sondern als anspruchsvoller Unterhaltungsevent für ein breites Publikum konzipiert waren.

Neben Produktionen für ein erwachsenes Publikum entwickelte die Berliner StaatsPOPerette auch Musiktheaterstücke für Kinder und ihre Familien. Ihre erste derartige Produktion Alle Kühe fliegen hoch erhielt den Theaterpreis „IKARUS 2004“ als „die herausragende Berliner Theaterinszenierung für Kinder und Jugendliche“. Das Stück wurde inzwischen an diversen Theatern in Deutschland und Österreich nachinszeniert. Der Erfolg dieses Stückes bestätigte das Konzept, Stücke zu entwickeln, die für Kinder genauso attraktiv sind wie für die Erwachsenen, die mit ihnen ins Theater gehen.

Mit Änsegent 007 jagt Dr. Krø kam dann am 27.12.2007 im GRIPS Theater wieder ein Stück für den Abendspielplan heraus: eine abgefahrene Hommage an den 007-Kult, ein Weltuntergangsszenario mit natürlich absolut korrektem politischen Background, das nicht nur die Titelsongs der James-Bond-Filme in ganz neuem Licht erscheinen ließ.

Am 7.1.2012 kam ein neues Projekt auf die Bühne: Das ATZE Musiktheater Berlin präsentierte in Zusammenarbeit mit der Berliner StaatsPOPerette eine dreifache Event-Premiere unter dem Motto: Die Kuh ist los! Neben der Wiederaufnahme des Erfolgsstücks Alle Kühe fliegen hoch kamen zwei neue kuhle Minimusicals von Eva Blum und Matthias Witting zur Uraufführung: Am Anfang war die Kuh und Die Wutkuh.

Diese drei Stücke standen noch vier Jahre auf dem Spielplan.

Seitdem konnte die Berliner StaatsPOPerette mangels finanzieller Subvention keine weiteren eigenen Produktionen in Berlin heraus bringen.

Das Autorenteam Eva Blum und Matthias Witting war aber natürlich weiter aktiv. Diese Website gibt einen Überblick ihrer künstlerischen Aktivitäten.

 
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