Auf der Kippe

Kritiken

 

Der Tagesspiegel

Standhafte Neugier ebnet den Weg zu einem anderen Menschen. Aus spielerischem Trieb, aus der Lust am Unfug kommt Vertrauen. Davon erzählt das GRIPS-Theaterstück „Auf der Kippe“ mit Phantasie, Witz und einer Spur Melancholie. Zwei Menschen begegnen sich, die überhaupt nicht zueinander passen: der alte Mann und das gehörlose Mädchen... Vorstellungskraft kommt dabei, auf staunenswerte Weise, durch die Gehörlosigkeit des Mädchens in eine neue Dimension. Die Begegnung mit kleiner und großer Welt, mit dem Menschen und dem von ihm Geschaffenen geschieht allein über die Augen. Jeder Nagel, jede Schraube hat plötzlich eine besondere Bedeutung... Eva Blum offenbart die abenteuerliche Lust des Mädchens über ein „sprechendes“ Gesicht, in dem sich Freude und Schreck, Zutrauen und Angst auf kindlich unverstellte Weise äußern. Die Schauspielerin lädt zur Entdeckung ein, zum Hineinfinden in die Ausdrucksfähigkeit des Körpers und in eine Gebärdensprache, die voller Kraft, Witz und Anmut steckt.

 

Berliner Zeitung

Herman Vinck und Eva Blum spielen sich ungerührt selbstverständlich um die Klippen der Kippen-Konfrontation... Wenn die beiden aneinander geraten und sich dann beleidigt zurückziehen, er verstört mit seiner Maschine spricht und sie Trost suchend ihre Stoffspinnen auspackt, zeigt sich größte Verwandtschaft... Da wird die Aufführung so aufrichtig und hoffnungsvoll leicht, dass die Maschine das Hinterhofghetto verlassen kann und das ungleiche Duo gleich mit.

 

Berliner Kurier

Am Ende findet sich das Publikum in einer anderen, geräuschlosen Welt wieder. „Auf der Kippe“ ist ein anrührendes Plädoyer für Toleranz und liebevolles Miteinander.

 

Radio Eins & Inforadio

Das Ganze wirkt wie ein improvisiertes Gedicht.... Auch Menschen, die schon etwas oder sehr viel älter sind als acht, haben was zu staunen und zu lachen und zu weinen... „Auf der Kippe“ - rundum eine Empfehlung.

 

Galerie des Theaters, SFB / ORB / NDR

Und vermutlich werden demnächst in Berlin zahlreiche Schulklassen das Fingeralphabet und die Gestensprache trainieren, die ihnen die hinreißende Eva Blum so ausdrucksstark und durchaus nicht sprachlos vorführt...

 

ZITTY Illustrierte Stadtzeitung Berlin

Nur ein paar Momente braucht Herman Vinck, um die Unsicherheit gegenüber Behinderten, die sowohl Kinder als auch Erwachsene immer wieder beschleicht, berückend einfach zu vermitteln.... Und dann das Gesicht von Eva Blum. Es erzählt tausend Geschichten, ohne dass ein Wort aus dem Mund kommt. Besser kann man Kindern ab acht Jahren nicht zeigen, wie Menschen zueinander finden können.

 

Berliner Morgenpost

Ein ungewöhnliches Stück, das keiner Textvorlage der mit den Schauspielern identischen „Autoren“ folgt, sondern im Teamwork mit weiteren Menschen hinter den Kulissen während der Proben durch Gespräche und Improvisationen entwickelt wurde.

 

Märkische Oderzeitung

Mit Sensibilität sucht die neue Produktion des Grips Theaters zwei Menschen zueinander zu bringen, die durch sehr unterschiedliche Gründe zu den Isolierten, Ausgestoßenen der Gesellschaft gehören.

 
   BILD