Am Anfang war die Kuh

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Bild:

Laura Leyh, Eva Blum, Falk Berghofer           © Jörg Metzner

Das Masthähnchen Chick ist aus dem Riesenhof geflohen und fordert von der Kuh Asyl auf ihrer Wiese. Die Kuh weiß zwar nicht, was Asyl ist, dafür aber umso genauer, dass sie den ungebetenen Gast wieder loswerden will. Denn Chick ist arrogant, ein Macho, nicht integrationswillig und hält sich auch noch für einen Helden.

Aber er hat einen schwachen Punkt: Er hat Angst im Dunkeln.

Während der Kopf der Kuh sich diesen Umstand zunutze machen will, um Chick zur Anpassung an die Spielregeln der Wiese zu zwingen, wächst im Bauch der Kuh zaghaft Mitleid und Sympathie für den Asylanten, denn was Chick da von den Verhältnissen in der Tierfabrik erzählt, ist wirklich nicht schön.

Es wird Nacht, und der völlig verängstigte Chick darf bei der Kuh schlafen. Die Kuh erzählt ihm von der Entstehung der Welt, von Sonne, Mond und Sternen, so wie sie das sieht. Erstmals entsteht friedliche Koexistenz auf der Wiese, beim gemeinsamen Frühsport – initiiert durch Chick – sogar Begeisterung, die jedoch durch einen bedauerlichen Sportunfall sofort wieder ins Gegenteil umschlägt.

Auch wenn das Vorderteil den Eindringling schließlich mit einer List von der Wiese bekommt, ist im Hinterteil die Freundschaft schon so eingepflanzt, dass beide von der Rückkehr eines wahrhaft heldenhaften Chick auf ihre Wiese träumen: von Chick, dem Befreier aller im Riesenhof gefangenen Tiere...

Bild:

Falk Berghofer, Eva Blum           © Jörg Metzner

 
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